Verwirrung – Bekommen Autoren für KU-Leihen wirklich kein Geld?

Über Geld spricht man nicht! Zumindest scheinen wir Deutsche damit wirklich ein Problem zu haben. Manchmal finde ich es aber wichtig, auch über solche Dinge zu sprechen. Und genau das werde ich jetzt tun.

Cheetah Manor – Das Erbe

Es kommt immer wieder vor, dass Leser Kontakt mit mir aufnehmen und das freut mich unheimlich.
»Du, ich habe mir dein neues Buch geholt und sogar schon durchgelesen.«
Dann schlägt mein Autorenherz höher und ich antworte ganz begeistert: »Cool, das freut mich.«
»Aber ich habe es mir nur geliehen …«
Meist kommt dann noch eine Entschuldigung hinterher wie »… weil ich doch ein KU-Abo habe.« oder »… weil ich mir sonst die ganzen E-Books nicht leisten kann, habe ich KU.«
Lieber Leser, du musst dich absolut nicht dafür Entschuldigen.

Kruento – Der Anfürer

Schluss damit!
Ich freue mich über jeden Leser, egal, ob er das Buch geliehen oder gekauft hat. Wenn ich nicht möchte, dass das Buch ausgeliehen wird, würde ich es in der Amazon-Leihe (KindleUnlimited, kurz KU) nicht anbieten. Nach wie vor kommen 2/3 meiner Einnahmen von den Ausleihen und nur 1/3 durch Verkäufe. Und tatsächlich ist es so, dass ich unter bestimmten Voraussetzungen für eine Leihe mehr Geld bekomme, als für einen Verkauf.
Also, sprechen wir heute mal über meine Verkaufszahlen.

Rechenspiel
Als Beispiel führe ich Kruento – Der Anführer und mein neues Buch Cheetah Manor – Das Erbe an. Die KindleUnlimited-Zahlen verändern sich von Monat zu Monat etwas. Bei diesem Rechenspiel benutze ich die Zahlen von März 2017. In diesem Monat hat man pro gelesener Seite 0,003142 Euro bekommen. Wie viele Seiten ein Buch hat, legt Amazon fest und berechnet es in KENPC. Kruento – Der Anführer hat 770 KENPC-Seiten, Cheetah Manor – Das Erbe hat 438 KENPC-Seiten. Schon aus diesen Zahlen lässt sich ablesen, dass ich für den komplett gelesenen Vampirroman deutlich mehr Tantieme bekomme, als für Cheetah Manor. Beide Bücher kosten derzeit gleich viel, also 2,99 Euro. Von diesen 2,99 Euro werden Steuern abgezogen, danach bekommt 30% Amazon und mir werden noch die Lieferkosten für das E-Book in Rechnung gestellt. Gewinn für mich also 1,71 Euro pro E-Book. Um das ganze übersichtlicher zu gestalten, habe ich eine Tabelle erstellt.

Übersicht der Tantieme

Folgendes lässt sich daraus ablesen:
Für Kruento bekomme ich pro Leihe sogar deutlich mehr, als für einen Verkauf. Da Cheetah Manor kürzer ist, bekomme ich für eine Leihe etwas weniger als für einen Verkauf. Allerdings hatte ich Cheetah Manor ganz lange zum Einführungspreis für 0,99 Euro angeboten und da lag mein Gewinn bei 0,29 Euro. Dafür sind dann 1,38 Euro immer noch richtig viel.

Fazit
Ob nun Kauf oder Leihe ist mir völlig egal. Ich bekomme für beides Geld. Den Preis lege ich fest und ob ich mein Buch nun mit einer Gewinnmarge für 0,29 Euro, 1,71 Euro, 1,38 Euro oder 2,43 Euro anbiete, bleibt mir als Autor überlassen. Ich werde zu nichts gezwungen und die Preise sind mehr oder weniger auf Wirtschaftlichkeit durchkalkuliert 😉
Daher kauft, leiht – was immer ihr wollt. Ich freue mich über jeden einzelnen Leser, der mein Buch auf ehrliche Weise »erworben« hat und mich nicht bestiehlt, indem er es auf Piratenseiten herunterlädt.

5 Gedanken zu „Verwirrung – Bekommen Autoren für KU-Leihen wirklich kein Geld?“

  1. Ui danke für deine Offenheit. Wusste ich nicht, aber spannend und dann kann ich ohne schlechtes Gewissen meine KU nutzen. Hatte wirklich immer ein schlechtes Gewissen.

    1. Hallo Sandra,
      genau deswegen habe ich den Beitrag geschrieben. Genau so wie dir, geht es vielen Lesern, mit denen ich gesprochen habe, dabei kann man wirklich guten Gewissens KU nutzen.

      Liebe Grüße,
      Melissa

  2. Hallo Melissa,
    Da bin ich aber beruhigt. Ich hatte auch ein seht schlechtes Gewissen, da ich zur Zeit nur noch mit KU lese. Ich habe auf meinem Kindle in null komma nichts ca. 300 Bücher gekauft und hatte schon Angst bald an meine Kapazitäten zu stoßen.
    Das Osterwetter stört mich nicht im geringsten. Ich lese alle Kruento.

    Viele Grüße aus der Vorderpfalz
    Jutta Elker ?????

  3. schöne Ostergrüße aus meine rKu rin Bad Berleburg.
    Komm hier nicht so richtig zum lesen.Dabei wollte ich sovieles schaffen ,aber die ersten tage war es mir mehr als bescheiden denn die Lymphdrainagen hier mit dem anschliessenden Wickeln der Beine bis oben hin ist verdammt hart.und 40 Binden für beide Beine aufwickeln 2x täglich ist schon fast Akkordarbeit da 2x gelympht wird.Aber das gehen damit ist der absolute Hammer ! Man wackelt wie ne besoffene Ente und man weiss gar nicht wie man sich setzen soll.Auch der Toilettengang wird zur Herausforderung aber trotzdem lachen wir hie rviel und mit meinem Masseur unterhalte ich mich viel über Bücher ,denn Lesen verbindet.
    Frohe Ostern noch un dliebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*