5 Dinge, die eine Autorin auf eine einsame Insel mitnehmen würde

41986234_ Angelo Sarnacchiaro

Eigentlich wollte ich nicht, nun hat es mir doch so sehr in den Fingern gejuckt, dass ich mitmachen muss. Schließlich ist es eine spannende Frage, welche 5 Dinge man als Autorin auf eine einsame Insel mitnehmen würde.

 

  • Zu allererst wäre da meine Familie: Mein Mann und meine zwei Kinder. So stressig und nervig es doch mit ihnen ist, sie sind meine Inspiration. Wenn sie nicht da sind, vermisse ich sie ganz schrecklich. Ich fühle mich unvollständig, aus dem Gleichgewicht gebracht und das beeinflusst wiederum meine Kreativität und das Schreiben. Ich brauche sie, den Stress, die Ablenkung und das ganze drum herum, um mich dann, wenn ich Luft habe, ganz auf das Schreiben konzentrieren zu können. Ab und an bin ich natürlich froh, meine Ruhe zu haben, aber in solchen Zeiten würde ich sie dann einfach mit meinem Mann auf Inselexpedition schicken.
  • Ich bin unendlich verwöhnt. Es gab Zeiten, da war ich mit Isomatte und Schlafsack zufrieden und es war mir vollkommen egal, ob ich mich in einem Zelt befinde, das undicht ist und halb unter Wasser seht, in einer zugigen Turnhalle direkt vor den Ventilatoren, die unglaublich viel Lärm machen, oder gar in einem Kindergarten, in dem man sich nur an Miniaturwaschbecken die Zähne putzen kann. In meiner Jugendzeit war ich viel mit Gruppen unterwegs und habe an den abenteuerlichsten Orten geschlafen und viele verrückte Dinge erlebt. Ich weiß nicht, ob es das Alter ist und die drei daran schuld ist, die seit nun fast einem Jahr mein Lebensalter ziert, denn inzwischen schlafe ich am liebsten in einem Bett, am allerliebsten in meinem Bett. Zudem bin ich ein Gewohnheitstier. Ich mag es, wenn ich mich blind zurecht finde und ich jeden Zentimeter meiner Umgebung kenne. Deswegen – wir sind hier ja nur in der Theorie – würde ich einfach unser komplettes Haus mitnehmen. Auf dem Garten kann ich getrost verzichten, weil der bisher nicht wirklich existiert und aus einer zerfallenen Hüte, Gras, Gestrüpp und einem überdimensionalen Berghaufen besteht.
  • Da ich im Gegensatz zu Elke Aybar mit einem Haus kein Problem bezüglich Regenschutz habe, würde ich tatsächlich meinen Laptop mitnehmen. Dort ist alles abgespeichert. Meine bisherigen Romane, meine Stichwortsammlungen, mein Ideenpool, meine Charaktere-Ausarbeitung, meine Plots. Einfach alles ist da drauf. Ich bin kein großer Fan von Stift und Papier. Zum einem muss man (oder in meinem Fall Frau) alles am Computer abtippen, zum anderen verkrampft mein Handgelenkt beim Vielschreiben so sehr, dass ich über kurz oder Lang eine Sehnenscheidenentzündung bekomme. Und ich bin am Computer mit dem 10-Figner-System eindeutig schneller, als mit Stift und Papier.
  • Was natürlich auch nicht fehlen darf ist Internet. Für die Recherche, für den Austausch mit Kollegen und als Kontaktmedium zu meinen Lesern. Ich gebe zu, ich bin ein klein wenig süchtig.
  • Und während ich das so schreibe, merke ich, mir geht es ähnlich wie Mella Dumont, die auch viel lieber zu Hause ist. Auch ich gehöre zu den Menschen, die eigentlich nicht gerne unterwegs sind. So ein paar Tage Auszeit können wirklich wundervoll sein, aber dann bin ich auch wieder unendlich froh, in meinen vier Wänden zu sein. Vielleicht sollte ich mir als letztes einfach einen Weg nach Hause mitnehmen. Denn hier ist es doch am allerschönsten.

Was würdest DU auf eine einsame Insel mitnehmen?

 

Diese Autoren haben sich ebenfalls darüber Gedanken gemacht und für euch ihre 5 Dinge, die sie auf eine einsame Insel mitnehmen würden aufgeschrieben.

Elke Aybar

Mella Dumont

Catalina Cudd

Kay Noa

 

Bildquelle: Angelo Sarnacchiaro, 123rf.com

4 Gedanken zu „5 Dinge, die eine Autorin auf eine einsame Insel mitnehmen würde“

  1. Du hast ja ganz schön Übergepäck! Niemand hat allerdings gesagt, dass man auf einer einsamen Insel nicht eben so gut gemütlich in den gewohnten vier Wänden weiterleben darf.

    Gerne gelesen. Liebe Grüße, Elke

    1. Eben 🙂
      Sonst hättest du die Frage anders forumulieren müssten.
      Ich habe aber gerade schon auf Facebook erklärt, dass wir ein Holzhaus haben und in Amerika es schließlich auch kein Problem ist, sein Haus mitzunehmen. Auf den Keller würde ich dann natürlich verzichten, da ist „nur“ das Arbeitszimmer meines Mannes.

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