Die Buchmesse liegt hinter mir und ich kann sagen, sie war toll. Sie war bereichernd. Und sie war unglaublich anstrengend.
Zwischendurch war ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich diese Tage wirklich komplett durchstehen würde. Diese Mischung aus Lautstärke, Energie und so vielen Eindrücken auf einmal kann einen ganz schön fordern. Und gleichzeitig wollte ich jeden einzelnen Moment bewusst erleben.
Am Ende bin ich einfach nur dankbar. Dafür, dass ich es geschafft habe. Und dafür, dass ich wieder einmal mittendrin sein durfte.
Leider gab es schon im Vorfeld ein paar Dinge, die mich ziemlich gestresst haben. Irgendwie war in diesem Jahr bei den Lieferungen der Wurm drin, obwohl ich wirklich frühzeitig dran war.
High Society Love wurde tatsächlich direkt zur Messe geliefert und stand beim Aufbau schon für mich bereit. Die Bücher mit Lack- und Soft-Touch-Veredelung sehen einfach großartig aus. Auch die Leseproben kamen nicht mehr rechtzeitig bei mir an, daher bin ich froh, dass sie ebenfalls direkt zur Messe geliefert werden konnten. So waren wir am Ende bestens versorgt.
Begegnungen, die bleiben
Wenn ich an diese Messe zurückdenke, dann denke ich nicht zuerst an Bücher. Ich denke an Menschen.
An Gespräche, die sich einfach ergeben haben, an bekannte Gesichter, die man nach Monaten oder sogar Jahren wieder sieht und an neue Begegnungen, die sich anfühlen, als würde man sich schon ewig kennen. Einfach aus dem Grund, weil uns etwas Großes verbindet. Die Liebe zu Büchern.
Genau diese Begegnungen mit Menschen, die Geschichten ebenso sehr lieben wie ich, sind es, die die Leipziger Buchmesse für mich ausmachen. Dieses Gefühl von Klassentreffen, wenn man morgens durch die noch leeren Gänge läuft, das Zunicken nach rechts und links, hier ein Winken, dort ein paar aufmunternde Worte.
Ich glaube, wir hatten in diesem Jahr die besten Standnachbarn überhaupt. Auf der einen Seite der Gedankenreich Verlag, die zur Messe einfach dazugehören. Ganz egal, ob man sich mit Buchstützen, Wasserkocher oder Kaffee aushilft. Auf der anderen Seite Lilly Konrad mit ihrer wundervollen Truppe. Da gab es so unendlich viel zu lachen.
Es waren so viele bereichernde Gespräche mit Autorenkollegen dabei, aus denen ich unglaublich viel mitnehmen konnte. Vermutlich hatte mein Gegenüber keine Ahnung, wie viel mir dieses Gespräch bedeutet hat.
Ich durfte Blogger wieder treffen, die ich teilweise seit zwei Jahren nicht gesehen habe und sofort war es wieder, als wäre es gestern gewesen. Ganz besonders habe ich mich gefreut, auch eine langjährige Testleserin persönlich kennenzulernen.
Und nicht zu vergessen der Austausch mit Leserinnen und Lesern. Jedes einzelne Gespräch anders, jedes individuell.
Genau dafür schreibe ich
Es gab so viele Begegnungen, die mir im Kopf geblieben sind.
Bei Nadine Most und Andreas Hagemann habe ich mir außerdem die Tiny Books angeschaut. Eine großartige Idee. Ihr könnt euch also zukünftig auch über Hörbücher bei mir am Stand freuen, auch wenn die nächste Messe erst im September stattfindet.
Eine Cosplayerin kam direkt auf die Kruento-Reihe zugeschossen. Sie hatte die ersten Bände als Hörbuch gehört und wollte unbedingt die komplette Reihe signiert mitnehmen. So viele Kruento-Fans, mit denen ich gesprochen habe, freuen sich wahnsinnig auf Mai, wenn der finale Band Kruento – Der König erscheinen wird.
Viele haben zu Der Schwur der Regency-Ladys gegriffen und mein Debüt im Valmis Verlag mitgenommen. Mit Lesezeichen, Postkarten und Charakterkarten war ich auch gut ausgestattet.
Aber auch High Society Love wurde mitgenommen, ebenso wie Band 1 der Smaragd-Collier-Reihe.
Die Drachen liefen dagegen eher verhalten. Viele haben tendenziell zu den Mängelexemplaren gegriffen, obwohl wir ja in der Fantasyhalle standen.
Vielleicht ist der Markt gerade einfach gesättigt. Vielleicht verschieben sich die Interessen.
In vielen Gesprächen ging es auch um kommende Trends. Angeblich sollen Wölfe stark im Kommen sein. Das wäre natürlich perfekt, denn meine Shadowridge Wolves stehen bereits in den Startlöchern. Dazu hatte ich auch ein spannendes Gespräch mit Tolion Media. Mal sehen, was sich daraus Richtung Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres entwickeln wird.
Valmis Verlag
Ganz besonders gefreut habe ich mich darüber, meine Verlegerin wiederzusehen. Es tat mir ehrlich leid, dass ich so wenig Zeit hatte, mich ausführlich mit Julia zu unterhalten, aber ich konnte ihr zumindest ein paar Gesprächspartner vermitteln.
Und mit den anderen Autorinnen und Autoren aus dem Valmis Verlag, die ebenfalls auf der Messe waren, haben wir es sogar geschafft, ein gemeinsames Bild zu machen.
Ein tolles Team
Die Messeplanung und Durchführung mit den Schicksalswebern, also Jeanette Lagall und Vanessa Carduie, ist immer etwas Besonderes. Wir sind inzwischen ein eingespieltes Team und die Aufgaben sind klar verteilt. Wenn jeder weiß, was er zu tun hat und man sich aufeinander verlassen kann, macht Messe richtig Spaß.
Meine Aufgabe war wie immer das Standkonzept. Die Kombination aus den Planen im Hintergrund mit unserem Tiger sowie den Regalen und unserem Tresen ist wunderbar aufgegangen. So hatten wir eine Mischung aus klarer Präsentation und gleichzeitig einen Ort, an dem wir die Farbschnitte richtig in Szene setzen konnten.
Eine ehrliche Beobachtung
Die Stimmung auf der Messe war gut. Wirklich gut. Die Hallen waren voll. Wenn man den offiziellen Angaben glaubt, waren so viele Besucher dort wie noch nie.
Und gleichzeitig hat sich etwas verändert.
Die Kaufbereitschaft war zurückhaltender. Das habe nicht nur ich so empfunden, sondern auch viele andere Aussteller. Es wurde viel geschaut, viel entdeckt, viel gesprochen. Aber insgesamt etwas weniger gekauft als in den vergangenen Jahren.
Vielleicht lag es daran, dass die Hallen thematisch stärker durchmischt waren und viele Erstbesucher sich eher orientieren mussten.
Eine andere mögliche Erklärung ist, dass viele Menschen aktuell bewusster entscheiden, wofür sie ihr Geld ausgeben.
Deshalb ein ganz herzliches Dankeschön an jeden, der bei uns am Stand ein Buch gekauft hat.
Mein Gefühl nach dieser Leipziger Buchmesse 2026
Ich war müde und erschöpft. Und gleichzeitig erfüllt.
Es war eine gute Entscheidung, erst am Montag nach Hause zu fahren. Den Dienstag habe ich genutzt, um umzupacken, und am Mittwoch ging es direkt weiter in die Reha.
Ja, es war anstrengend. Und ja, es hat mir alles abverlangt.
Aber ich bereue keine einzige Minute.
Diese Leipziger Buchmesse hat mir wieder gezeigt, warum ich schreibe.
Nicht nur für die Geschichten. Sondern für die Menschen, die sie lesen.
Und genau dieses Gefühl nehme ich mit. In die nächsten Wochen. In die nächsten Projekte. Und in alles, was noch vor mir liegt.







